Panorama Monument Valley

Das Monument Valley ist die bekannteste Filmkulisse und zugleich das Symbol für den Wilden Westen schlichthin. Für viele ist sie das Top-Highlight ihrer USA – Reise. In aller Welt wurde es durch die Westernfilme von John Ford bekannt. Auch Sergio Leone nutzte sie in seinem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. In John Fords ersten im Tal gedrehten Film „Höllentrip nach Santa Fe“ (1939 mit John Wayne) passiert das Tal eine Postkutsche, die sich auf dem Weg nach Santa Fe befindet. Doch plötzlich fällt der Kutscher von einem Pfeil getroffen herunter. John Wayne nimmt dann die Zügel in die Hand. An den Hängen des Tals stehen bereits die Apachen auf ihren Pferden bereit. Die von sechs Pferden gezogene Postkutsche will nun entkommen und rast durch das Tal. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt…

Anfahrt zum Monument Valley

Es gibt zwei verschiedene Wege ins Monument Valley zu kommen. Man kann von Süden über Arizona kommen. Oder von Norden über Utah. Dann passiert man den aus dem Film bekannten Forrest Gump Point. Wenn man von Süden zum Tal fährt, dann sieht man als erstes den Mitchell Butte.

Forrest Gump Point

Das Gebiet gehört den Navajo-Indianern. Die Einfahrt kostet 20$ pro Fahrzeug. Übernachten kann man auf dem Camping-Platz, den Cabins, oder dem sagenhaften View-Hotel mit Blick über das Tal. Zimmer gibt es dort ab 150$. Jedes Zimmer hat eine hochwertige Ausstattung und einen Balkon mit Sicht zum Tal. Vor dem Hotel befindet sich ein von den Navajo betriebenes Restaurant und ein Parkplatz. Von dort hat man eine unglaubliche Aussicht.

Valley Drive

Ein 27km langer Rundweg führt durch das Tal. Die Einfahrt ist für Wohnmobile verboten. Empfohlen wird ein SUV wegen der besseren Bodenfreiheit. Bei Trockenheit lässt sich die Sandpiste zwar langsam (10km/h) aber sicher durchfahren. Nach Regengüssen soll es aber sehr rutschig werden. Vom Parkplatz führt ein kleiner Abhang ins Tal. Man schaukelt sich sozusagen von Loch zu Loch. Man lernt hier die erhöhte Bodenfreiheit eines SUV zu schätzen. Bis zum Elephant Butte können noch zwei Autos aneinander vorbeifahren, ab den Camel Butte darf man nur noch in einer Richtung den Weg weiterfahren.

Blick vom John Ford Point zu den Three Sisters

Ein kurze Anhöhe führt zum John Ford Point. Das war der Lieblingsplatz des Regisseurs John Ford. Hier positionierte er am liebsten die Kamera, weil man von dort einen wunderbaren Blick über das Tal hat. Auf der Rückseite befinden sich die sogenannten „Drei Schwestern“.

Three Sisters

Geologie des Monument Valley

Die Entstehung der Felsen begann vor mehreren hundert Millionen Jahren.. In dem Tieflandbecken lagerten sich erodiertes Felsgestein aus den Rocky Mountains ab. Dabei verfestigte es sich zu Kalkstein und Sandstein. Die ältesten Schichten sind etwa 300 Millionen Jahre alt. Vor 65 Millionen Jahren bildeten sich ein Gebirge durch die Kollision der pazifischen und der nordamerikanischen Platte. Wind, Regen und Wasser führten jedoch zu Erosion der Sandsteinfelsen. Dabei bildeten sich die besonderen Formen der Felsen. Nach Stand der Erosion unterscheidet man folgende Typen: Mesa sind große Tafelberge mit flacher Oberfläche. Buttes entstehen, wenn die großen Mesas schon zerfallen sind und stehen als riesige Felsberge in der Landschaft. Die letzte Phase der Erosion liegt vor, wenn nur noch eine lange Felsnadel (Spire) vorhanden sind. Am Ende gibt es nur noch Sand.

Heruntergefallene Felsen

Geführte Touren führen auch noch weiter in öffentlich nicht zugängliche Gebiete. Eine Möglichkeit besteht in einer Pferderitt-Tour.

Pferderitttour

Mit dieser Sondertour kommt man dann auch zum Totem Pole.

Immer wieder trifft man auf abgestorbene Bäume oder Büsche.

toter Baum

Ein Navajo-Indianer führte mich zu diesem einsamen Ort, an die einzigen Geräusche das Geschrei eines Uhus war.

Einen tollen Blick auf den Sternenhimmel hat man von dem unterhalb des Hotels gelegenen Campingplatz, vor allem wenn man bei Neumond kommt.

Monument Valley bei Sonnenaufgang

Steht man ganz früh auf, dann kann man den sagenhaften Sonnenaufgang über dem Tal beobachten. Um den Kontrast der Sonne zu bewältigen ist hier eine Belichtungsreihe für ein HDR-Bild erforderlich, die sich dann zu Hause am PC mit einer HDR-Software wieder zusammensetzen lässt. Mehr zur verwendeten Technik erfahrt Ihr unter Fotografietipps.

Monument Valley bei Sonnenaufgang

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