Welle an der Nordküste

Madeira ist etwas für Menschen, die steile Küsten, schroffe Berge und tropische Gewächse lieben. Sie ist ideal zum Wandern. Schwimmen im Meer ist bis auf wenige kleine abgesperrte Bereiche wegen der zu starken Strömungen nicht zu empfehlen. Man kann jedoch eines der in vielen Orten vorhandenen Meerwasserschwimmbecken nutzen. Und fast jedes Hotel hat dann noch sein eigenes Schwimmbecken. Madeira ist wegen der zahlreichen tropischen Gewächse auch die Blumeninsel genannt.

Steilküste bei Canico

Blumeninsel Madeira

Auf der Insel gibt es häufig Niederschläge. Kleine Bäche oder künstliche Wasserkanäle (Levadas) führen das Wasser fast überall hin. Nur hoch in den Bergen wachsen dann nur noch Strauchgewächse. An den Küsten wachsen jedoch zahlreiche Kakteengewächse, Palmen, Bananenstauden, Drachenbäume und vor allem die sogenannte Paradiesvogelblume.

Königs-Strelitzie
Drachenbaum

Wandern auf Madeira

Madeira eignet sich gut zum Wandern. Im Landesinneren ragen hohe Berge bis zu 1862m über den Meeresspiegel. Den Pico Ruivo erreicht man vom Parkplatz auf 1592m Höhe nach ungefähr einer Stunde Fußmarsch. Zum Pico Areiro auf 1818m Höhe kann man sogar mit dem Auto fahren. Allerdings halten sich im Landesinneren oft Wolken. Auf meiner Fahrt bin ich lange durch Nebelwolken gefahren.

Spontan fühlte ich mich an den Kinofilm „Gorillas im Nebel“ erinnert, der in meiner Studentenzeit in den Kinos lief.

Aus den Bild habe ich mal die Farbe herausgenommen und es mit einem SW-Filter konvertiert. Das Bild in Graustufen ist auch ein Hingucker.

Mehr zur Umwandlung von Farbbildern in monochrome Bildern findest Du bei meinen Fotografietipps: https://reise-fotografie.net/monochrome-landschaften

Auf der Fahrbahn liegen an vielen Stellen spitze Steine. Wenige Minuten später war es auch schon passiert, der linke Reifen war platt. Also erst mal mit dem Handy Kontakt mit der Mietwagenfirma aufnehmen, was allerdings leichter als gesagt war. Im dichten Nebel hatte ich nur sehr schlechten Empfang. Erst als ich zu Fuß eine Anhöhe erreichte, konnte mich der Servicemitarbeiter verstehen. Immerhin schickte er mir einen Mechaniker. Ich solle im Auto warten. Das dauerte eine Stunde. Allerdings hatte dieser nicht wie erwartet einen Ersatzreifen dabei. Vielmehr bohrte er mit einem Korkenzieher in die Einstichstelle des Reifens. Dann stopfte er eine gummiähnliche Wurst in den Reifen. Er erklärte mir, dass ich damit zurück zum Hotel fahren könne. Es funktionierte tatsächlich.

Ganz anders ist die im Osten der Insel liegende wüstenhafte Halbinsel Ponta de Sao Lourenco. Schroffe Felsen und Steilküsten lassen die Wanderung zum Naturerlebnis werden. Man kann bis ans östliche Ende der Halbinsel laufen. Der einstündige Marsch ist als anstrengend zu bezeichnen. Der Weg beginnt einfach, aber es gibt zahlreiche Stellen, an denen man schon darauf achten muss, wohin man tritt. Insbesondere auf dem Weg zum östlichen Höhepunkt der Insel muss man über schroffe Felsen laufen und sich machmal am Geländer festhalten. Eine gute körperliche Fitness ist hier unabdingbar. Trekking-Stöcke und Wasserflasche werden dringend empfohlen. Hier kommt man auf jeden Fall ins Schwitzen. Noch weiter östlich gibt es noch zwei weitere Inseln – auf der zweiten befindet sich ein Leuchtturm. Sie sind aber nur per Schiff erreichbar.

Sternspuren am Ponta de Sao Lourenco

Tolle Sternspuren bekommt man ins Bild, wenn man mehrere Stunden belichtet. Hier habe ich über 100 Bilder mit Hilfe der Intervallfunktion der Kamera beginnend mit der Dämmerung gemacht. Im Hotel habe ich die 100 Bilder dann mit einer Software für Astrofotografie verrechnet. Das zusammengesetzte Bild sieht dann so aus.

Sternspuren am Ponta de Sao Lourenco
(hinten recht sieht man den Leuchturm)

Madeira bei Nacht

Nachtaufnahmen lassen sich gut erstellen, wenn man Belichtungszeiten zwischen 10 und 60 Sekunden wählt. Wegen der langen Belichtungszeit ist ein Stativ unerlässlich.

Dreht man dann noch die Blende zu (Blende 16 oder kleiner), dann kann man die Lichtquellen in leuchtende Sterne verwandeln.

Bei Belichtungszeiten von mehr als einer Stunde kann man in einer klaren Nacht auch mysteriöse Bilder mit Sternspuren erzeugen. Hier die Christustatue bei einer Gesamtbelichtungszeit von 1 Stunde.

Mit Bildbearbeitungssoftware lässt sich die magische Stimmung noch verstärken.

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