Lichtstrahlen

Entdeckung der Carlsbad Caverns

Die Carlsbad Höhle ist die größte Tropfsteinhöhle Nordamerikas. Sie liegen im Carlsbad Caverns Nationalpark in New Mexico (USA). Anfang des 20. Jahrhunderts erkundete Jim White die unterirdischen Höhlen. Zunächst schenkten nur wenige seinen Geschichten über die unterirdischen Welten Glauben. 1915 stellte dann Ray Davis, Fotos in Carlsbad aus, die er bei einem Höhlenbesuch mit Jim White aufgenommen hatte. Diese Bilder überzeugten die Menschen, dass die unterirdischen Welten tatsächlich existieren. Nun begannen zunehmend mehr Menschen sich für die Höhle zu interessieren. 1923 wurde vom US-Innenministerium ein Inspektor entsandt, um zu untersuchen, ob es sich wirklich um ein herausragendes Naturwunder handelt. Dieser schrieb dann in seinem Abschlussbericht: Ich bin mir der Schwäche meiner Bemühungen vollkommen bewusst, die tiefen Emotionen, das Gefühl der Ehrfurcht und des Staunens und das Verlangen nach einem Verständnis des Werkes des göttlichen Schöpfers auszudrücken, dass dem menschlichen Auge ein solch komplexe Sammlung von Naturwundern präsentiert. “ Noch im gleichen Jahr wurden die Höhlen zum Nationaldenkmal und schließlich 1930 zum Nationalpark erklärt.

Big Room Route

Die verschiedenen Touren

Es gibt drei Touren durch die Höhlen. Big Room-Route, Natural Entrance Route und Kings Palace Tour. Die Erste führt durch die schönsten Räume, die Zweite in die Fledermaushöhle und die Dritte ist eine durch einen Ranger geführte Tour in Räume, die man ohne Führung nicht besuchen darf. Ich habe die Big Room Route gewählt.

Bizarre Unterwelten

Es braucht ein wenig Zeit, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Was man dann sieht, ist eine vollkommene bizarre Zauberwelt. Es herrscht eine kostante Temperatur von 13 Grad Celsius. Auf Grund der Dunkelheit muss man beim Fotografieren sehr lange belichten. Zwar kann man auch einen Blitz verwenden, aber leider zerstört der Blitz die Lichtstimmung. Will man also wirklich gute Bilder machen, dann muss man mit Stativ vorgehen. Ich habe mit Belichtungsreihen von jeweils fünf Bildern und Belichtungszeiten bis zu 30 Sekunden gearbeitet. Die Einzelbilder habe ich mit einem HDR Softwareprogramm später am Computer zusammengesetzt. Die Ergebnisse sind zauberhaft und unterscheiden sich sehr von dem, was man mit dem bloßen Augen sehen kann.

Hall of Giants

Entstehung von Tropfsteinhöhlen

Tropfsteinhöhlen können entstehen, wenn versickerndes Wasser in Hohlräume eindringt. Regenwasser nimmt aus der Atmospähre Kohlendioxid aus. Beim Versickern im Boden nimmt es Kohlendioxid auf. Beim Auftreffen auf Kalkstein wird aus dem Kalkstein Kalk gelöst. Der gelöste Kalk verbindet sich mit den Kohlendioxid zu Calciumhydrogencarbonat, welches gut wasserlöslich ist. Beim Erreichen der Hohlräume tropft es durch die Felsspalten. Durch den Zutritt von Luft entweicht das Kohlendioxid, das Calciumhydrogencarbonat wandelt sich wieder in Kalk um. Wenn das Wasser verdunstet bleibt Kalkstein übrig, der über viele Tausende von Jahren dann die Tropfsteine entstehen lässt.

Stalagmiten

Stalagmiten sind Tropfsteine, die von unten nach oben wachsen. Hier kann man den Giant Dome (oben) und die Twin Domes (unten) im Big Room sehen.

Twin Domes

Stalaktiten

Im Gegensatz dazu sind Stalatkiten Tropfsteine, die aus der Decke heraus nach unten wachsen, sowie diese hier.

Stalatktiten

Sinterröhrchen

Der Rundweg von 2m Länge führt von einem Höhepunkt zum anderen. Als nächstes geht es zum Chinese Theatre, einer Ansammlung von Sinterröhrchen, die aus der Decke herauszuwachsen scheinen.

Sinterröhrchen

Carlsbad Caverns in Schwarzweiss

Hier geht es weiter zur Caveman Junction – hier mal ein Bild in schwarzweiss. Mehr darüber wie man monochrome Bilder erstellt unter: https://reise-fotografie.net/monochrome-landschaften

Caveman Junction

Totem Pole

Den Stalaktiten auf den rechten Seite nenne sie Totem Pole.

Totem Pole

Mirror Lake

Es gibt sogar einen kleinen unterirdischen See, genannt „Mirror Lake“.

Mirror Lake

Chrystal Spring Dome

Den Abschluss der märchenhaften Tour führt uns noch zum sogenannten „Chrystal Spring Dome“. Für die Reise in die zauberhafte Unterwelten hat sich der weite Weg am Ende doch sehr gelohnt. Es ist sicherlich einer der eindruckstvollsten Naturerlebnisse, die ich je gesehen habe.

Chrystal Spring Dome

Übernachten kann man in einer der vielen Hotels in El Paso oder in Las Cruces. Ich übernachtete in der Econo Lodge in Las Cruces für 56 Dollar.

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