Toronto bietet spannende Fotomotive, vor allem wenn man Hochhäuser und Wolkenkratzer mag. Die Stadt ist eine echte Alternative zu New York, wo bereits jede Straßenecke tausendfach fotografiert wurde. Im Gegensatz gibt es in Toronto noch viele Motive, die bisher wenig oder selten fotografiert wurden. Die Skyline von Toronto lässt sich am besten fotografieren, wenn man spätabends auf die vor der Stadt liegende Insel fährt. Die letzte Fähre fährt erst kurz vor Mitternacht zurück, so dass man genügend Zeit hat, wieder zurück zum Festland zu kommen. Nur auf die kleinen privaten Anbieter sollte man sich nicht verlassen, denn diese sind meistens nach Sonnenuntergang verschwunden.

Fotografieren zur blauen Stunde

Besonders schön lässt sich die Skyline zur blauen Stunde fotografieren. Das ist die Stunde nach Sonnenuntergang. Während dieser leuchtet das Blau der Atmosphäre noch in blauer Farbe nach. Das ergibt einen besonders schönen Hintergrund. Allerdings muss man dann lange belichten (10-30 Sekunden). Um dann nicht ein verwackeltes Foto zu erhalten, benötigt man ein stabiles Stativ, das ohnehin in keinem Rucksack eines ambitionierten Fotografens fehlen sollte. Man kann dann Belichtungsreihen fotografieren und die Bilder dann nachträglich mit HDR-Software wieder zusammensetzen. Das Ergebnis sieht dann so aus.

Skyline von Toronto

Auch die nächtliche Fahrt zurück mit der Fähre bietet Gelegenheit für tolle Nachtbilder. Auf der letzten Fähre sind dann auch im Sommer nur noch wenige Fahrgäste, so dass man ungehindert sein Stativ aufstellen kann.

Es lohnt sich auch mal die Perpektive zu wechseln. Der CNN-Tower sieht von unten gesehen (Froschperspektive) besonders interessant aus.

CNN Tower

Wie viele Architekturbilder wirkt er auch in Schwarzweiss besonders gut.

Die Hochhäuser von Toronto sind fotografisch genauso interessant wie in New York. Aus der Froschperspektive bemerkt man erst deren Höhe.

Stürzende Linien sind nicht verboten. Aber wenn man sie zulässt, dann sollten sie richtig stark betont sein.

Auch dieses Bild mag gerne monochrom in Graustufen. Fast geisterhaft.

Fotografisch interessant fand ich auch die Spiegelungen von Wolkenkratzern auf den Glasfassaden der anderen Wolkenkratzer.

Als Fotograf lohnt es sich erst bei Einbruch der Dämmerung auf den CNN-Tower hochzufahren.

CN Tower

Wenn man dan bis zum Einbruch der Dunkelheit dort ausharrt, so kann man die nächtliche Skyline fotografieren.

Schwierigkeiten bereiten allerdings die Spiegelungen auf den Fenstern. Entweder drückt man das Objektiv direkt gegen das Glas oder man besorgt sich einen im Internet erhältlichen Aufsatz. Da es allerdings doppelwandiges Glas ist, kam es bei mir trotzdem zu Reflektionen. Die musste ich dann mühsam mit Photoshop editieren. Aber das Ergebnis entschädigt dann für den zusätzlichen Zeitaufwand.

HDR-Nachtpanorama von Toronto

Übernachten: Es finden sich zahlreiche Unterkünfte in Toronto. Von einfachen Übernachtungsmöglichkeiten ab 50 Dollar bis zum Luxushotel für 500 Dollar die Nacht ist alles zu finden.

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