Die drei Bereiche des Nationalparks: The Maze, The Needles und Islands in the Sky

Der Canyonlands Nationalpark darf nicht mit dem Grand Canyon Nationalpark verwechselt werden. Der Canyonlands Nationalpark liegt ca. 200km weiter flußaufwärts am Colorado River. Der Colorado River ist dort schon etwas breiter und die Schluchten sind nicht mehr ganz so tief. Trotzdem liefern die zahllosen Schluchten, die roten Sandsteinfelsen und der sich darin eingrabenen Coloradofluß einen atemberaubenden Anblick. Er umfasst eine Fläche von 1366 qkm. Die Gabelung des Flußes in den Green River und den ebenfalls Colorado River genannten Flußes teilen den Nationalpark in drei Teile. „The Maze“ im Südwesten, „The Needles“ im Südosten und „Islands in the Sky“. Der Bereich des Islands in the Sky ist wohl der landschaftlich reizvollste, deshalb konzentrieren wir uns hier auf diesen Abschnitt.

Green River Overlook

Auf dem asphaltierten Scenic Drive oder entlang der White Rim Road?

Der Scenic Byway ist asphaltiert und mit zahlreichen Parkplätzen an den jeweiligen Ausichtspunkten ausgestattet. Eine Rundfahrt mit Aussteigen an den Hauptattraktionen dauert etwa einen halben Tag. Für Abenteurer gibt es auch die White Rim Road. Sie führt auf einem Rundweg einmal herum um die Islands in the Sky. Hierfür benötigt man eine Overnight-Permission, ein geländetaugliches Fahrzeug und 2-3 Tage Zeit. Für die White Rim Road empfiehlt sich ein richtiger Geländewagen (ein SUV ist meiner Meinung nach unter dem stichwort „white rim road“ verschaffen). Auf der White Rim Road liegen viele große Felsen herum. Die White Rim Road wird nicht gewartet oder gepflegt (not regulary maintenanced). Nach den üblichen Versicherungsbedingungen der Autovermietungen fährt man auf „unpaved roads, who are not regulary maintenanced“ ohne Versicherungsschutz. Wer hier mit einem Mietwagen unterwegs ist, fährt auf eigenes Risiko. Auf jeden Fall etwas für Abenteuerlustige. Auch die Fahrt auf der asphaltierten Hauptstraße entlang der Aussichtspunkte ist jedoch tief beeindruckend. Man kann dies auch gut mit einer abschließenden Wanderung zum Grand View Point Overlook kombinieren. Der erste Haltepunkt auf dem Rundweg ist beim Shafer Canyon Overlook.

Shafer Canyon Overlook

Mesa Arch

Nach etwa 10km erreicht man den Parkplatz für den Weg zum Mesa Arch. Der ist meist überfüllt. Mit etwas Geduld wird dann doch nach ein paar Minuten ein Platz frei. Den Mesa Arch kann man von der Straße aus nicht sehen. Man erreicht ihn nach 500m Fußmarsch. Jeder möchte ein Bild vom Mesa Arch mit nach Hause nehmen. Dazu kommen an diesem Tag noch stürmige Böen, die den Sand herumwirbeln lässt. Gut, dass meine Kamera gegen Staub abgedichtet ist.

Mesa Arch

Washer Woman

Wenn man sich in den Mesa Arch stellt, dann hat man eine wunderschöne Aussicht auf ein Felsformation die, die Amerikaner Washer Woman nennen.

Ausblick zur Washer Woman (mitte rechts)

S/W-Bilder Canyonlands Nationalpark

Derzeit sind bunte farbig leuchtende Bilder in Mode. Man kann aber auch monochrome S/W-Bilder erstellen. Monochrom bedeutet, dass es nur eine Farbe und von dieser nur Helligkeitsabstufen gibt. Mit monochromen Bildern kann man die Formen und Strukturen besonders betonen. So wie das Bild dann aber aus der Kamera roh kommt, ist allerdings eher flau und langweilig. Deswegen haben schon die alten Meister mit optischen Filtern und bestimmten Tricks bei der Abzugserstellung gearbeitet. Heute kann dies auch nachträglich mit Bildbearbeitungsprogrammen erfolgen. Mehr dazu bald in einem eigenem Artikel zu Erstellung von monochromen Bildern. Ein gutes schwarzweißes Bild erfordert immer etwas Mühe. Diese Mühe lohnt sich, denn dann sind die Ergebnisse meist zeitlos schön. Mehr darüber wie man monochrome Bilder erstellt unter: https://reise-fotografie.net/monochrome-landschaften

Grand View Point Overlook

Den Grand View Point Overlook erreicht man nach ungefähr einer Stunde Fußweg. Da man sich nur in gleichbleibender Höhe auf dem Plateau bewegt, ist es eine Wanderung mit nur geringem Schwierigkeitsgrad. Die Aussicht ist der Höhepunkt des Besuchs des Nationalparks.

Campingmöglichkeiten

Es gibt einen Campingplatz im Bereich Islands in the Sky und einen weiteren im Bereich im The Needles. Es gibt weder Duschen noch Strom. Wasser gibt es auch nicht, man muss es unbedingt mitbringen. Immerhin sind Toiletten Feuerringe und Picknicktische vorhanden. Die wenigen freien Plätze werden meist schon am Vormittag an die Zuerstkommenden vergeben. Besser funktioniert es mit einer Reservierung (Monate im Voraus). Im Bereich der Needles wurden nach Angaben der Parkverwaltung öfters Schwarzbären gesichtet. Wer also hier Lust auf ein Picknick im Freien und Bärenbesuch hat, sollte es geniessen – es wird vielleicht das letzte Picknick gewesen sein.

Übernachtungsmöglichkeiten in Moab

In dem kleine Örtchen Moab gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Wer also nicht campieren möchte, wird hier also Unterkünfte vom einfachen Motel bis zum gehobenen Hotel finden. Auf Grund der Nähe zum Arches und zum Canyonlands Nationalpark sind die Unterkünfte jedoch stark nachgefragt. Und dies hebt das Preisniveau- sowohl in der Hauptsaison als auch in der Nebensaison – stark an. Um nicht dann am Ende 300 Dollar für das letzte Zimmer zahlen zu müssen, ist eine Vorreservierung zu empfehlen. Allerdings kommt man auch mit Vorreservierung kaum unter 150 Dollar pro Nacht weg. In der Ortschaft findet man auch Supermärkte, Tankstellen und ein paar ansprechende Restaurants.

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