Prag lockt jedes Jahr mehrere Millionen Besucher an. Besonders interessant sind die historischen Bauwerken aus unterschiedlichen Zeiten mit den unterschiedlichen Baustilen. So gibt es sowohl Bauten, deren Ursprünge auf die Romanik oder die Gotik des Mittelalters zurückreichen. Es gibt auch Palais, die aus der Renaissance stammen. Dazu kommen Prachtbauten aus dem Barockzeitalter. Aber auch neuartige moderne Architektur lässt sich in der Stadt finden. Gerade die Vielzahl an Bauwerken aus unterschiedlichen kunsthistorischen Epochen macht die Stadt fotografisch interessant.

Prager Burg und Veitsdom

Prager Burg und Veitsdam

Die Burg ist vor allem durch den sogenannten Prage

r Fenstersturz bekannt. Beim Prager Fenstersturz warfen Protestanten die katholischen-königlichen Statthalter aus dem Fenster der Burg hinaus in den Burggraben. Dies wurde als Kriegserklärung gegen den Kaiser betrachtet und löste den Dreißigjährigen Krieg aus.

Veitsdam

Ein fotografisches Highlight ist der Veitsdom. Sie wurde nach dem Vorbild der französischen Kathedralen des Mittelalters erbaut. Im Stil der Gotik erbaut, wird er wegen der großen Fenstergläser von Licht durchströmt. Die Kreuzrippengewölbe ermöglichen hohe Decken und ermöglichen den Einbau von großen Fenstern. Im Gegensatz zu den früheren dickwandigen romanischen Bauten wirken die Bauwerke der Gotik leicht und lichtdurchflutet. Die Rosettenfenster an den Achsen schillern in den bunten Farben der Gläster. Sie sind handwerkliche und künstlerische Meisterstücke. Mit einem Fischaugenobjektiv kann man die gesamte Deckenarchitektur abbilden. Wichtig ist jedoch das ganz genaue Ausrichten in allen drei Dimensionen der Kamera mit Hilfe eines Stativs.

Eine Besonderheit ist das silberne Hochgrab des Heiligen Johannes Nepomuk. Es wurde erst im 18. Jahrhundert für den Märtyrer errichtet. Er wurde im 14. Jahrhundert wegen seiner Auflehnung gegen die Günstlingswirtschaft von König Wenzel von der Prager Brücke in die Moldau gestürzt und ertrank. 1729 wurde er von Papst Benedikt XIII heilig gesprochen.

Karlsbrücke

Karlsbrücke

Die Karlsbrücke ist eine steinere Brücke und die älteste Brücke Prags. Die Grundsteinlegung erfolgte 1357 durch Karl IV. Der Krönungsweg der böhmischen Könige führte über diese Brücke. Die dreißig barocken Skulpturen wurden erst zwischen 1629 und 1861 auf die Brücke aufgesetzt.

An beiden Enden der Brücke wurden Türme aufgestellt. Der Altstädter Brückenturm wurde in den Jahren 1370-1380 im gotischen Stil errichtet. Über dem Bogen kann man die Statuen von Kaiser Karl und dem böhmischen König Wenzel IV sehen, darüber die Figuren des Heiligen Adalbert und des Heiligen Siegismund. Besonders schöne Bilder kann mit Stativ am Abend zur blauen Stunde nach Sonnenuntergang machen.

Kranners Föntäne

Kranners Fontäne ist ein neogotischer Brunnen. Er stammt nicht wirklich aus dem Mittelalter, sondern wurde in der Mittelalterromantik im 19. Jahrhundert (Neogotik) errichtet.

Kranners Fontäne

Tanzendes Haus

Ganz im Kontrast zur mittelalterlichen Architektur steht das sogenannte tanzende Haus. Es ist ein Bürogebäude, welches im Jahr 1996 nach den Plänen des kanadischen Architekten in Kooperation mit dem tschechichen Architekten Vlado Milunic errichtet wurde.

Tanzendes Haus

Altstädter Ring und Teynkirche

Der Altstädter Ring ist der älteste und zugleich bedeutendste Platz der Stadt. Hier finden sich das Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Uhr, viele Paläste, die Teynkirche und das Jan-Hus-Denkmal. Besonders fotografisch reizvoll ist die Teynkirche bei Nacht mit Ihren gotischen Spitztürmen.